Renmark – The Place to be <3

Ich bin jetzt seit einigen Wochen in Renmark – ich glaube seit 5 (Mein Zeitgefühl lässt mich seit längerem absolut im Stich) und ich habe damit die beste Entscheidung getroffen.

Also zu Beginn kamen wir im Hostel an und hatten erst ein etwas mulmiges Gefühl, da der erste Eindruck nicht überwältigend war. Doch 10 Minuten später saßen wir hinten im Garten mit einigen anderen und wurden direkt mit offenen Armen in der Renmark-Familie aufgenommen.

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Hier ist ein Ort, an dem Freundschaften fürs Leben geschlossen werden. Und damit übertreibe ich nicht. Ich denke ich habe großes Glück, dass ich an so einem Ort direkt am Anfang meiner Reise gelandet bin. Andererseits kann es aber auch sein, dass ich dadurch von anderen Hostels schneller enttäuscht werde – aber davon gehe ich jetzt mal nicht aus 🙂

Am Tag nach unserer Ankunft begann direkt unser erster Job – Lime picking. Was soll ich sagen..

Limes

Wir haben 2 Tage gepickt, dann haben wir einen Job in der Costa Nursery (Baumschule) bekommen, was einer der besten Jobs ist um seiner Farmtage zu bekommen, denke ich. Bezahlung pro Stunde und man sitzt den ganzen Tag auf einem kleinen Hocker und schnibbelt kleine Citrusbäume. Suckering & Weeding. Der Job war leider nur für 4 Wochen, doch diese 4 Wochen haben uns immerhin 20 Farmtage eingebracht. Der Abschied am letzten Tag war schon traurig, denn in der kurzen Zeit haben wir unsere Arbeitskollegen doch ins Herz geschlossen. Nachdem wir am Anfang dachten, dass unsere Supervisorin, Mary, uns nicht mag, hat sich das Blatt nach einer Zeit gewendet und sie hat uns mit einer kräftigen Umarmung und traurigem Gesicht verabschiedet.

Unser Boss von der Nursery hat uns einen Job in einer anderen Nursery beschafft, worüber wir sehr froh waren, da die Jobsituation in Renmark im Moment nicht ideal ist und die Saison erst gegen Ende April, Mitte Mai beginnt. Doch der Job ist nichts für Leute mit einem sowieso schon angeknacksten Rücken und ich habe nach 4 Tage leider aufgeben müssen, da mir meine Gesundheit wichtiger ist, als ein leider auch schlecht bezahlter Job. Kurz zur Jobbeschreibung: Mehrere Reihen mit je 1000 kleinen und großen Mandelbäumen, die wir komplett von Allen Ästen (Suckern) befreien mussten, die vom Stamm wachsen, sodass am Ende ein gerader Senkrechter Stamm übrig bleibt – Ich hoffe das war jetzt einigermaßen verständlich. Doch pro Reihe bekommt man nur $60 – definitiv zu wenig – man schafft gerade so 2 Reihen in 7-8 Stunden…

Jetzt bin ich erstmal Arbeitslos 😀 Aber auch das ist okay, ich bin nicht auf Weltreise gegangen um nur zu ackern 😀 Ich genieße jetzt die freien Tage, die ich bis zum nächsten Job habe und nutze die Zeit um einen anderen Job für uns zu finden. Oft ergibt sich auch eine Chance durch die anderen im Hostel, wenn sie hören, dass bei deren Job Leute gebraucht werden. Und natürlich durch Kevin. Kevin und seine Frau Chris sind die Eigentümer des Hostels und ich habe das Gefühl, dass wir alle Ihre Kinder sind. Er ist Farmer hier in Renmark und kennt nahezu jeden. Er gibt immer sein Bestes um seinen Backpackern Jobs zu besorgen und seine Frau kümmert sich um die Hostelgeschäfte. Ein Super Team und beide sind sehr herzlich, ich fühle mich auf jeden Fall gut aufgehoben 🙂

Ich habe sonst gar nicht so viel zu erzählen im Moment, da wir uns eigentlich nur im Hostel oder beim Job aufhalten und in Renmark passiert auch sonst nicht sehr viel. Wir sitzen jeden Abend alle zusammen draußen, haben gute Gespräche, trinken Wein, spielen Karten oder Yazzi (Kniffel) und genießen einfach das Leben hier. Die Zeit hier in Renmark hat mich auch schon ein gutes Stück weit verändert. Sie hat mein Denken und Fühlen mehr befreit und mich näher zu mir selbst gebracht. Ich habe gelernt 5e gerade zu lassen und alles nicht mehr so eng zu sehen.

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Dank Katja habe ich auch gelernt aufzuhören, die Probleme anderer zu meinen zu machen. Unser Motto: “Your problem” 😀 Klingt hart, ist aber das beste was man lernen kann, wenn man alleine reist.

Ich werde eine Menge von hier mitnehmen, vor allem gute Freundschaften mit tollen Menschen. Ich freue mich auf die weitere Zeit hier, obwohl ich mich eigentlich mitten im Nirgendwo aufhalte 🙂

Love

Rebecca

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