Roadtrip Adelaide – Darwin (Part 3)

Nachdem wir Alice Springs den Rücken gekehrt haben, ging es wieder auf den Kilometer langen, gefühlt unendlichen Stuart Highway Richtung Norden. Nach ca. 185 km haben wir es uns für die Nacht auf einem free camping Platz in Anmatjere gemütlich gemacht.

Was ich am meisten an unseren Nächten genossen habe, war das Feuer. Wir haben jeden Abend die Geduld gehabt, Holz zu suchen und ein gemütliches Lagerfeuer zu entfachen. Was gibt es schöneres, als unter dem wahnsinnig schönen Sternenhimmel am Feuer zu sitzen?

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Als nächstes haben wir uns auf gemacht zu den Devils Marbles (In der Sprache der Aborigines = Karlu Karlu = rundes Objekt, deutsch = Murmeln des Teufels). Entstanden sind diese rundgeformten Granitfelsen durch Verwitterung und Erosion. Unter ihnen befindet sich ein Granitvorkommen, dass durch die Verwitterundsprozesse des darüber liegenden Gesteins hervorgetreten ist.

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Auch dieses Naturwunder hat für die Aborigines eine spirituelle und heilige Bedeutung. In Ihren Überlieferungen handelt es sich bei den Teufelsmurmeln um die Eier der Regenbogenschlange aus der Traumzeit. Außerdem sind sie noch heute davon überzeugt, dass sich Wesen aus eben jener Zeit in den Höhlen unter den Steinen befinden. Die Stätte spielt in ihren Zeremonien und Legenden eine sehr große Rolle.

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Unser nächster Stop auf dem langen Stuart Highway war der “Banka Banka” Campingplatz. Dieser Campingplatz war einer der Interessantesten. Wir haben dort Kamele gefüttert, ich habe Pferde gefüttert und gekuschelt und wir wurden außerdem von einer riesigen Metallspinne an der Einfahrt begrüßt, von der ich mit Absicht kein Foto gemacht habe (zu gruselig). Am Abend hat uns ein Cowboy mit Livemusik unterhalten und umgeben war die Bühne, mit einer kleinen “Bar” von einem Zaun, an dem riesige Buffalo-Schädel hingen. Alles in allem war dieser Campingplatz sehr gut und gleichzeitig gruselig und urig. Außerdem habe ich dort angefangen Bier zu trinken, weil Wein schlichtweg zu teuer war 😀

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An Tag 8 unseres Roadtrips ging es auf nach Mataranka im Esley National Park. Nachdem wir auch dort die Nacht auf dem Campingplatz verbracht haben – auch hier gab es Livemusik und zudem den Auftritt eines Peitschen-Weltmeisters (Ich habe mir den Auftritt nicht angeschaut, aber gehört habe ich ihn bis zu unserer Campsite :D). Am nächsten Morgen sind wir um sechs Uhr aufgestanden, um die ersten im Natural Pool zu sein. Dieser war nicht sehr groß, aber angenehm warm (es war demnach recht frisch, als wir aus dem Wasser kamen). Auf der Campsite direkt neben uns hatte sich eine ältere australische Lady häuslich niedergelassen und wir kamen mit ihr ins Gespräch, nachdem sie rüber kam und mich nach einer Zigarette fragte. Sie kommt zu diesem Campingplatz seit 1993! Jedes Jahr und ich meine sogar mehrmals und für längere Zeit. Sie gab uns den Tip zu den nur zehn Minuten entfernten “Bitter Springs” zu fahren. Einem weiteren Natural Pool, der größer ist, als unser erster am Morgen. Wir fuhren also zu besagtem Natural Pool und waren leider etwas enttäuscht. Er war größer, allerdings sehr natürlich. Und ich meine damit seeeeeehr sehr natürlich. Wir sind im wahrsten Sinne des Wortes zusammen mit Enten geschwommen 😀 Ich war nur kurz im Wasser, bis ich die Enten und dann auch noch riesige Spinnen direkt am Wasser entdeckt habe 😀 Aber es war eine Erfahrung wert .. mit Enten zu schwimmen 😀

Ein Sache, die wir in all den Natural Pools gelernt haben – die Australier lieben ihre Pool Noodles! Diese Dinger sind einfach überall 😀 Wir fühlten uns verfolgt!

Doch die beste Überraschung bekamen wir, als wir zurück zu unseren Autos gingen. Ein Wallaby, so zutraulich, dass wir ihn streicheln konnten, saß nicht weit von uns Entfernt, direkt vor den Toiletten 😀 Sooooooo süß!

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Die Ente! 😀

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Noch am selben Tag haben wir uns auf den Weg nach Katherine gemacht, wo wir nur kurz verweilten um kurz mal eine Rutsche Wäsche zu waschen und ein gemütliches Lunch im Café mit WiFi.

Unser nächster Stop, ein paar Stunden später, war der größte Natural Pool, in dem ich bis jetzt war, in Nitmiluk. Leliyn / Edith Falls. Riesig! und Tief! Eine Pool Noodle wäre hier super gewesen 😀 Ein wenig seltsam war es allerdings schon im Wasser zu schwimmen, wo bekannt ist, dass dort ein “ungefährliches” Süßwasser-Krokodil lebt. Und beißende Fische 😀 Rubin, einer meiner Travelmates hat dies leider direkt zu Beginn zu spüren bekommen, da dieser Fisch (oder Fische) sich nur am Einstieg ins Wasser aufhielt … Ich bin – nachdem wir etwas länger im Wasser waren – noch niemals so schnell Steintreppen aus einem Pool hochgesprungen 😀

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Ich hatte geplant 3 Parts über unseren Roadtrip zu schreiben, doch so wie es aussieht werden es wohl 4 😀 Ich möchte euch nicht mit endlos langen Beiträgen langweilen – absehen davon schließt das Café, in dem ich gerade Wifi stibitze in Kürze 😀

Morgen geht es los Richtung Perth! Endlich wieder auf der Straße 😀 Unser Hostel ist ok, aber die Küche ist … ekelig. Und ich bevorzuge es definitiv auf Campingplätzen neben oder in meinem Auto zu schlafen und zu kochen. Alles ist beisammen, mein ganzes Leben steckt in meinem Auto 😀 Das beste Gefühl der Welt.

Meine Posts werden demnach immer etwas verschoben sein 🙂

Liebe.

 

2 Thoughts

  1. Hey Red Gypsy…danke für deine Einladung zu diesem Roadbook?! Ich kann kaum glauben dass du nun da unten irgendwo auf der anderen Seite der Welt unterwegs bist.

    Viele liebe Grüße,
    Axel 🙂

    Liked by 1 person

    1. Lieber Axel, ich danke dir, dass du dieser Einladung nachgekommen bist.. Lies dir doch meinen neuen Beitrag durch, ich denke dieser wird dir sehr gut gefallen 😉 Ganz Liebe Grüße von der anderen Seite der Welt (manchmal kann ich es auch kaum glauben, dass ich hier bin) 🙂

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