Krea’Tief‘ & meine typische Entscheidungsschwäche

Wer denkt Vollzeitreisen ist nur Spaß und wahnsinns Ausblicke, herumlungern und kulinarische Köstlichkeiten verputzen, der liegt – leider – falsch.

Versteht mich nicht falsch – Ich liebe es zu reisen, auf meinen Roadtrips die Seele baumeln zu lassen, nicht zu wissen wo ich die nächste Nacht verbringe – sei es im Auto oder im Zelt und jeden Tag neue wunderschöne Orte zu entdecken. Die Welt als meinen Spielplatz zu sehen und keine Grenzen mehr zu kennen. Das sind die rosaroten Seiten und die, weshalb es alle kleinen oder großen Hindernisse und Schwierigkeiten wert ist weiter zu machen.

Ich hatte bis jetzt immer recht viel Glück was meine Jobs angeht und habe auch den letzten Job ruckzuck sicher gehabt. Doch ich hatte immer im Hinterkopf, dass das der ‚eingeschränkteste‘ Weg ist zu reisen. Das erste mal ’stecken geblieben‘ bin ich in Renmark – Vorteil: Farmarbeit, Nachteil: Dorf im Nichts – und das für 5 Monate. Jetzt bin ich erst vor 2 Wochen wieder kleben geblieben, dieses Mal in Western Australien (immerhin!) doch in einem der kleinsten Dörfchen, die ich überhaupt hier finden kann: Dampier – Vorteil: gut bezahlten Job in einem Café mit veganem Kram (und eventuell ein weiterer Job in einer Taverne und vielleicht sogar noch einen, der für meine letzten Farmtage zählt), Nachteil: Wieder im Nichts und ich muss 25 km (ein Weg) zur Arbeit nach Karratha düsen. Allerdings ist Dampier doch schöner als Renmark und das wichtigste: es liegt am MEER! 🙂 Ich habe also immer die Meeresbrise ..

Mir schwirren nun schon seit langer Zeit (bereits vor meiner Reise) alle möglichen Gedanken und Fragen im Kopf herum, was ich tun kann um das gezwungene Bleiben an manchen Orten zu vermeiden. Diejenigen, die mich gut kennen, wissen um meine Entscheidungsschwierigkeiten und Verlorenheit in meinem eigenen Lebensziel 😀 Ich habe in den letzten Wochen also immer intensiver über mögliche Zukunftsvarianten nachgedacht. Was will ich machen? Was kann ich machen, das ich von überall aus von meinem Laptop steuern kann? Wie kann ich mir etwas aufbauen um unabhängig und frei zu sein?

nomadbec
zum Haare raufen!

Ich sage es euch. Ich habe etliche verzweifelte Stunden auf einem Stuhl gesessen, meinen Kopf auf die Tischplatte gehauen und bekam Kopfschmerzen von den milliarden rasenden Gedanken in meinem Schädel… Doch irgendwann – und ich kann absolut nicht sagen, wie oder wann – begann sich der Nebel langsam aber sicher zu lichten. Ich habe immer mehr über die Dinge nachgedacht, die ich wirklich gerne mache und die ich vor allem auch mit meinem aktuellen Lebensstil kombinieren kann und nach einigem zögern habe ich den Mut gefasst und einfach angefangen.

Erster Schritt: Für eine Kamera entscheiden und bestellen.

Zweiter Schritt: Namensfindung – sauschwer! Doch es ist nun wanders&wonders geworden. Was haltet Ihr von dem Namen?

Zur Kamera: Meine Reserven sind zum Glück noch nicht komplett aufgebraucht und ich habe ja nun auch wieder einen Job, also war es für mich an der Zeit mich im riesigen Pool von Kameras für eine zu entscheiden. Nachdem ich mir von ein paar Freunden, die die Fotografie praktizieren, Ratschläge erbeten habe (Leute, ihr kennt meine Entscheidungsschwierigkeiten – vielleicht die, oh aber die ist auch gut, aber die hat das und ah! die sieht so gut aus) habe ich mich schlussendlich für meinen Favoriten entschieden (Danke für eure Hilfe und das ertragen meiner nervigen Nachrichten 🙂 !)

Eine Nikon D3100. Ein älteres Modell, welches schon gar nicht mehr hergestellt wird, soweit ich weiß, doch Ich hatte mich allerdings sowieso schon dafür entschieden eine gebrauchte zu ordern. Gesagt getan, gefühlte 20 Stunden auf Gumtree (dem australischen ebay kleinanzeigen) verbracht und ein super Teilchen gefunden 🙂

Jetzt muss ich nur noch auf mein neues Baby warten und dann kann ich lernen, üben und knipsen was das Zeug hält.

Ob ich damit auf dem richtigen Weg für mich bin – keine Ahnung! Wer weiß das schon.. Doch ich habe bis jetzt ein gutes Gefühl damit und hoffe bei meinem Vorhaben auf ganz viel seelische Unterstützung von meiner Familie und meinen Freunden. Wer weiß, wie oft ich alles hinschmeißen und aufgeben will … 😀 Lasst mich das nicht machen!

Worüber ich jetzt schon verdammt glücklich bin ist die Hilfe von einem meiner längsten und engsten Freunde. Nachdem ich absolut verloren im Sumpf der Webhoster war und einen bösen Griff ins Klo mit einem – entschuldigt die Ausdrucksweise – Scheiß-Webhoster gemacht habe, habe ich mich verzweifelt an Nik (hey love!) gewandt.. und fühle mich jetzt wesentlich besser aufgehoben mit seinem Rat und Beistand beim Bau meiner ersten, etwas ernsthafteren Webseite 🙂 :-*

Mittlerweile habe ich einen sicheren, guten Webhoster (ich muss nur warten, bis der Vertrag mit dem alten widerrufen ist, usw, bla, Käse) und kann bald anfangen mich in die Welt des Amateur-Webdesigns zu denken – na, das wird spannend 😀

Drückt mir die Daumen – bitte 😀

P.S.: Ich würde mich übrigens über eure Gedanken dazu freuen 🙂 Raus damit!

Liebe !

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s