Being a nomad

I’m a nomad. Deeply. With every fibre. I can’t stay longer than a few weeks without feeling trapped and stucked. It depends always on where I am – but til now I had these ‘nomad’ feelings quite early. I lovingly call it my beating nomad heart when it’s time to move on again. It doesn’t matter if I found a great job or lovely friends in that place – when my nomad heart starts beating and I’m not leaving straight away I’m slowly feeling sad and downhearted. I’m just thinking about the next roadtrip and the next adventures.

I’m constantly peripatetic. Since years. But that’s me and it’s ok. I can handle my unsteady feelings much better since I left Germany. I enjoy the restlessness and being an adventurer. Not to know where to go next or not to know what will happen on the next journey is thrilling. Living this life changed me already in so many ways, I feel better, riper, more relaxed but principally confident. I learned to survive alone in a foreign country. That’s great! To travel alone is an experience everyone should make. Nothing seems to be impossible or too hard anymore. Once you have felt this freedom and experienced what it’s like to just be overwhelmed from the sheer beauty of nature – you’re not the same anymore.

I’m trying to find the right words to let you feel what I felt but wow.. That’s hard. The world seems to be tiny and you can go whereever and do whatever you want. Imagine a flower that opens with the first sunbeams. Imagine a beautiful spring morning, when the hoarfrost disappears and the nature awakes. To live a completely different life than the society expects of you is like that. I suppose. Everyone is individual and experience everything different. But that’s how I feel. I was lost in Germany. I never fit in there. I was never happy and content. There was something missing and I couldn’t name it. Then I left and I knew what was wrong. My heart belongs in the world and had to be free.

To be a nomad made me stronger. I lost fears, became so much more confident, independet and I might say a bit smarter 😉 😀

What I love most about my travels are the roadtrips. To be reduced to the basics. Being somewhere without reception and other luxury items is the best I’ve ever experienced. There is just you and the nature. The beautiful mother nature. Sitting on the ground next to my car, my home, in the evening when it’s already dark under the stars is just .. breathtaking. It feels like you can touch the milkyway. When I saw my first falling star my heart stopped for a second. To be surrounded by nothing and concentrated on my heartbeat and breath tickled out my deepest thoughts and forced me to face myself. Daunting at the beginning but an important step to get to know yourself. And believe me – you need that to endure your own company. Travel alone with pretending to be someone else is self-destruction.

I’ve met so many awesome people. Friends for life – where I know that there will be a connection forever. We never said goodbye. Just ‘See you somewhere in the world’. And we will. I’m struggeling with finding the right words to describe how I feel about you all. To got to know you gave me so much and I always lovingly remember all our conversations and adventures. The good and the bad ones. Even when it came to a discussion or a little fight 😀 I love you! I’ve grown a bit more with every person I met. Thank you for being in my life.

You’re lovely. You’re good. You’re great!

How a good friend used to say:
‘Everyone is uniquely beautiful in their own special way.’

I had to learn that. I was so unconfident when I started my journey. Yes, I was brave to quit my past life and to make this step – but in the inside I was anxious and nervous. I was most of all scared to be faced with myself. But – I got through it. I’m never gonna regret my decision. It was the best I’ve ever made.

Be brave. Be yourself.

***

Ich bin ein Nomade. Inniglich. Mit jeder Faser. Ich kann nirgends lĂ€nger als ein paar Wochen bleiben ohne mich gefangen zu fĂŒhlen. Es kommt immer darauf an wo ich bin – aber bis jetzt hatte ich diese ‘Nomaden’-GefĂŒhle immer ziemlich frĂŒh. Ich nenne es liebevoll mein Nomadenherz, welches immer anfĂ€ngt zu schlagen sobald es Zeit wird weiter zu ziehen. Es spielt keine Rolle ob ich einen guten Job oder enge Freunde an diesem Ort gefunden habe – wenn mein Nomadenherz schlĂ€gt und ich nicht darauf höre, fĂŒhle ich mich niedergeschlagen und bin stĂ€ndig irgendwie traurig. Ich denke nur noch an den nĂ€chsten Roadtrip und das nĂ€chste Abenteuer.

Ich bin dauerhaft rastlos. Seit Jahren. Aber das bin nunmal ich und das ist auch vollkommen ok. Ich kann mit meinen unsteten GefĂŒhlen nun viel besser umgehen seit ich Deutschland verlassen habe. Ich genieße die Rastlosigkeit und ein Abenteurer zu sein. Nicht zu wissen wo es als nĂ€chstes hingeht oder was auf dem nĂ€chsten Trip passiert ist aufregend. Dieses Leben hat mich bereits auf so vielfĂ€ltige Weise verĂ€ndert. Ich fĂŒhle mich besser, bin reifer, entspannter aber vor allem selbstbewusster. Ich habe gelernt alleine in einem fremden Land zu (ĂŒber)leben. Das ist einfach nur großartig! Alleine zu reisen ist eine Erfahrung, die meiner Meinung nach Jeder machen sollte. Nichts scheint mehr unmöglich oder zu schwierig zu sein. Sobald du einmal diese Freiheit gefĂŒhlt hast und erlebt hast wie es ist einfach nur ĂŒberwĂ€ltigt zu sein von der bloßen Schönheit der Natur – bist du nicht mehr dieselbe.

Ich versuche hier die richtigen Worte zu finden um dich fĂŒhlen zu lassen, was ich gefĂŒhlt habe, aber wow … Das ist hart. Die Welt scheint winzig zu sein und du kannst gehen wohin oder machen was immer du willst. Stell dir eine Blume vor, die sich mit den ersten Sonnenstrahlen öffnet. Stell dir einen wunderschönen FrĂŒhlingsmorgen vor, wenn der Raureif verschwindet und die Natur aufwacht. Ein komplett anderes Leben zu fĂŒhren, als die Gesellschaft von dir erwartet fĂŒhlt sich ungefĂ€hr so an. Vermute ich. Jeder erfĂ€hrt es anders, doch ich fĂŒhle so. Ich war verloren in Deutschland. Ich habe einfach nie wirklich reingepasst. Ich war nie richtig glĂŒcklich und zufrieden. Es war immer als wĂŒrde mir etwas fehlen, was ich nicht benennen konnte. Doch seit ich fortgegangen bin weiß ich, was es war. Mein Herz gehört raus in die Welt und ich musste frei sein.

Ein Nomade zu sein hat mich stĂ€rker gemacht. Ich habe Ängste verloren, bin selbstbewusster, unabhĂ€ngiger und ich wĂŒrde eventuell auch sagen ein klein wenig klĂŒger geworden 😉 😀

Was ich am meisten an meinen Reisen liebe sind die Roadtrips. Auf das Minimum reduziert zu sein. Irgendwo ohne Empfang oder anderer LuxusgĂŒter zu sein ist das beste, was ich je erlebt habe. Dort bist nur du und die Natur. Die schöne Mutter Natur. Abends im dunkeln neben meinem Auto (meinem Zuhause) unter den Sternen zu sitzen ist einfach nur .. atemberaubend. Die Milchstraße scheint zum greifen nah zu sein. Als ich meine erste Sternschnuppe gesehen habe, hat mein Herz fĂŒr eine Sekunde ausgesetzt. Von dem reinen Nichts umgeben zu sein und mich auf meinen Herzschlag und Atem zu konzentrieren hat meine tiefsten Gedanken und WĂŒnsche herausgekitzelt. Ich war gezwungen mich mir selbst zu stellen. Zu Beginn beĂ€ngstigend – doch ein sehr wichtiger Schritt um sich selbst kennen zu lernen. Und glaub mir, den musst du auch gehen um deine eigene Gesellschaft zu ertragen. Alleine zu reisen und vorzugeben jemand anders zu sein ist selbstzerstörend.

Ich habe so viele fantastische Menchen kennen gelernt. Freunde fĂŒrs Leben – wo ich mir sicher bin, dass wir immer in Verbindung bleiben werden. Wir haben niemals Lebewohl gesagt. Nur ‘Wir sehen uns irgendwo auf der Welt’. Und das werden wir. Ich kĂ€mpfe gerade schon wieder damit die richtigen Worte zu finden um zu beschreiben wie viel Ihr mir alle bedeutet. Euch kennen gelernt zu haben hat mir so viel gegeben und ich erinnere mich immer liebevoll an all unsere GesprĂ€che und Erlebnisse. Die Guten und die Schlechten. Selbst wenn es mal zu Diskussionen oder Streitereien kam 😀 Ich liebe Euch! Ich bin mit jedem, den ich kennen gelernt habe ein StĂŒck gewachsen. Ich Danke euch dafĂŒr in mein Leben getreten zu sein.

Ihr seid so liebenswert. So gut. So großartig!

Wie ein guter Freund zu sagen pflegt:
‘Jeder ist auf seine eigene Art einzigartig schön.’

Das musste ich erstmal lernen. Ich war so unsicher als ich meine Reise angetreten habe. Ja, ich war mutig mein altes Leben einfach so aufzugeben und diesen Schritt zu gehen – aber im Inneren war ich Ă€ngstlich und nervös. Ich hatte aber vor allem Angst mich mir selbst zu stellen. Aber – Ich hab’s durchgestanden. Ich werde meine Entscheidung niemals bereuen. Es war die Beste, die ich jemals getroffen habe.

Sei mutig. Sei du selbst.

2 Thoughts

  1. So i actually met you in the desert cafe a few weeks ago and fell in love with your accent! Then your facebook popped up on my newsfeed and i couldnt believe it, have read your blog and im bloody impressed!

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